KV-Lernende gründen ein fiktives Unternehmen


Seit Sommer 2023 werden die Lernenden in der neuen kaufmännischen Lehre speziell darin gefördert, zukunftsgerichtete Handlungskompetenzen zu entwickeln. Dies geschieht unter anderem in speziellen Fokuswochen, in denen sie realitätsnah und fachübergreifend an einem Projekt arbeiten. In der ersten Fokuswoche anfangs 2024 erprobten die Lernenden, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen auf ein selbst gegründetes Unternehmen haben.

Oberkörper eines Menschen, der ein Schild mit "Startup" in den Händen hält.

Im Sommer 2023 sind die ersten Klassen in die neue kaufmännische Lehre nach neuer Bildungsverordnung (BiVo 23) gestartet. Ein wichtiger Baustein der neuen kaufmännischen Grundbildung sind die sogenannten Fokuswochen. Während der dreijährigen Lehre finden sechs solcher Fokuswochenmodule statt. In diesen Modulen arbeiten die Lernenden in Teams an Projekten, in denen sie ihr Fachwissen und ihre Fähigkeiten realitätsnah einsetzen können. Die Projekte orientieren sich an den neu definierten und zukunftsgerichteten Handlungskompetenzen, auf welche die neue kaufmännische Lehre ausgerichtet ist.

Lernen mit dem Simulationsspiel «EcoStartup»

Die erste Fokuswoche an der Wirtschaftsschule KV Winterthur fand in den drei Wochen vor den Sportferien 2024 statt. Dabei tauchten die Lernenden in das Planspiel «EcoStartup» ein. In diesem handlungsorientierten Simulationsspiel gründeten die Lernenden in Gruppen ein fiktives Unternehmen und erprobten, welche Auswirkungen ihre selbst getroffenen Entscheidungen auf das Unternehmen hatten. So erlernten sie gleichzeitig spielerisch betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse und konnten diese direkt anwenden.

Erfahrungsberichte zur ersten Fokuswoche

Gloria Just, Klasse BMZ23 B

Was hat Ihnen an der Fokuswoche gefallen? Was war besonders spannend?
Der wirtschaftliche Teil, in dem man die Finanzierung planen musste, hat mir besonders gefallen. Es war spannend zu sehen, wie sich unser Unternehmen im Verlauf der Jahre entwickelt hat und worauf wir achten müssen bzw. was wir im darauffolgenden Jahr beachten mussten, um uns zu steigern. Auch der ganze Aufbau und Ablauf der Fokuswoche 1 war sehr vielfältig, da die Vorgaben viele Freiheiten für die eigene Kreativität liessen. Die Pressekonferenz war auch grossartig und hat Spass gemacht, da wir uns voll in diese Rollen hineinversetzen konnten und es nicht nur ein langweiliger Vortrag war.

Was haben Sie als herausfordernd empfunden?
Beim Erstellen der Unternehmen fand ich es am Anfang sehr schwierig einzuschätzen, was genau wichtig ist und worauf man achten muss, denn das war das erste Mal für uns alle. Der Zeitdruck war auch ein herausfordernder Faktor, da wir innerhalb kurzer Zeit vieles, was wir zum Teil noch nie gemacht hatten, auf die Beine stellen sollten.

Was war das Wichtigste, das Sie während der Fokuswoche gelernt haben?
Es ist bei solchen Projekten besser, wenn man nicht von 0 auf 100 alle Ziele gleichzeitig umsetzt, sondern wenn man priorisiert. So kann man in zwar kleinen, aber sicheren Schritten alles erreichen. Es ist auch wichtig, dass man sich im Team gut abspricht und die Aufgaben aufteilt. Denn bei solch einem Projekt muss man gut zusammenarbeiten.

 

Conan Curcio, Klasse EFZ23 A

Was hat Ihnen an der Fokuswoche gefallen? Was war besonders spannend?
Mir hat es gefallen, dass wir die Gruppen selbst wählen durften. Und eine eigene Firma zu gründen, war cool. Es war ein Projekt wie keines zuvor, weil wir etwas lernen konnten, was wir später eins zu eins anwenden können. Sonst sind Schulaufgaben oft sehr theoretisch und trocken. Wir hatten in der Fokuswoche 1 zwar auch theoretische Inputs, aber gleichzeitig konnten wir das Gelernte sehr realitätsnah umsetzen. Zudem fand ich es ein gutes Konzept, dass alle Handlungskompetenzbereiche in das Projekt eingeflossen sind.

Was haben Sie als herausfordernd empfunden?
So gerne wie ich meine Gruppe selbst wählen durfte, war es mit drei Kollegen natürlich einfacher abzuschweifen. Zudem war mir nicht ganz klar, wie die Endnote zusammengesetzt wurde. Aus meiner Sicht waren die Kriterien der Benotung zum Teil etwas ungenau formuliert.

Was war das Wichtigste, das Sie während der Fokuswoche gelernt haben?
Ich habe gelernt, ein Projekt über mehrere Fächer hinweg zu meistern. Es war herausfordernd, bei einer Änderung im Projekt alle Kriterien aus den verschiedenen Fächern zu berücksichtigen. Denn die Lehrpersonen aus Deutsch, Englisch und Wirtschaft haben jeweils nur einen Teil aus dem Projekt bewertet. Das heisst, jede Anpassung musste in allen drei Handlungskompetenzbereichen Sinn machen und gut erklärt werden.



Unsere Lernenden zu Besuch im SRF-Studio


Im Januar und Februar 2024 konnten unsere KV-Lernenden aus dem 3. Lehrjahr Medien-Luft schnuppern. Sie besuchten das SRF und erhielten eine Führung durch die verschiedenen TV- und Radio-Studios. Sie lernten, wie ein Arbeitstag als Moderator/in aussieht und konnten vieles direkt selbst ausprobieren.



Freie Plätze: Vorkurs Tastaturschreiben, Start 28.2.2024


Nahaufnahme von zwei Händen, die auf einer Tastatur schreiben

Melden Sie sich jetzt an für den Vorkurs Tastaturschreiben mit ECDL Typing Zertifikat. Dieses Angebot richtet sich in erster Linie an alle zukünftigen Lernenden der WSKVW (Kauffrau/-mann oder Kundendialog), die vor Lehrbeginn das ECDL Typing Zertifikat erlangen möchten.

Nächster Start
Der Kurs startet am 28. Februar 2024 und endet am 19. Juni 2024.

Zeit und Ort
Der Unterricht findet jeweils am Mittwoch von 17.30 bis 19.05 Uhr im Schulhaus der Wirtschaftsschule KV Winterthur (Tösstalstrasse 37, 8400 Winterthur) statt.

Jetzt anmelden und Platz sichern



Motorrad-Parkplatz neu ab 10.12.2023 in der Tiefgarage der Berufsfachschule


Ab dem 10. Dezember 2023 ist es verboten, auf dem Motorrad-Parkplatz (Unterstand Wirtschaftsschule KV Winterthur) zu parkieren. Während der Bauzeit befindet sich der Parkplatz für Motorräder, Mofas und Roller in der Tiefgarage der Berufsfachschule. Die Einfahrt befindet sich an der Obermühlestrasse.



Sprachaufenthalt und Praktikum in Irland 2023


Im Frühling 2023 verbrachten 17 Lernende der Wirtschaftsschule KV Winterthur drei Wochen in Cork, Irland. Eine Woche davon hatten sie Englisch-Unterricht und zwei Wochen absolvierten sie ein Praktikum in den Bereichen Administration, Tourismus und Detailhandel. Sie lebten bei irischen Gastfamilien und nahmen an mehreren Tages-Exkursionen und Abendaktivitäten teil. In kurzen Erlebnisberichten und Videos zeigen die Lernenden, was sie erlebt haben und vergleichen das Leben in der Schweiz und in Irland.

Der Aufenthalt wurde sehr grosszügig von der Stiftung «movetia» finanziell unterstützt. Lernende aus Betrieben, die DualogW-Partner sind, erhielten zusätzlich einen Beitrag der Wirtschaftsschule KV Winterthur.

 

Comparison of life in Cork to life in Switzerland

The life in Cork has many differences to our life in Switzerland. I will describe these differences in the following text with some experiences I made during the language stay.
My first impression is that people in Cork are more open and helpful than in Switzerland. When I started my internship at the coffee shop many customers asked me if I was new or where I’m from. Because of that interest I was able to have a lot of interesting conversations. The second difference is about the schools in Cork. When I was on my way to the city I saw students in school uniforms. I asked my host mother about the schools in Cork and she told me that the girls and boys go to separate schools. I was surprised about that fact because here in Switzerland there are hardly any such separate schools any more. Another big difference compare to Switzerland is the public transport. My bus had to get to the city in normal traffic without a separate bus line and during rush hours there were always traffic jams. Because of that I was never on time. It was interesting to get to know the Irish culture and to see the differences between the two countries.

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Cork – the perfect place to live?

The city of cork, in Irish Corcaigh, lies in the south of Ireland and is located inland near the Irish southwest coast. During my time in Ireland, I was able to see what attracts people to cork, and what might drive them away. One positive aspect of the city is the improvement the city has gotten thanks to the popularity of the local university college. Great examples are the parks everywhere around the city and along the Lee River, which are frequented by students during lunch, people walking their dog and hobby fishers, which go fishing along the river. Cork is also a great example of the Irish hospitality; most city inhabitants are friendly and welcoming to tourists and students studying in the city. The crime rate is low, and a vast majority of neighborhoods are safe. Most neighborhoods consist of generally smaller and terraced houses, that are common in Ireland and the UK. Even though the weather is mainly colder in Ireland, most houses turn off the heating in the evening and are not well insulated. Personally, I would live in cork if I ever decided to live in Ireland and start a family, but I would not stay there as a young adult who doesn’t study at the university, as the city was built mainly for families.

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Comparing life in Cork with life in Switzerland

I had a blast during my stay in Ireland. It was fun doing all the activities with my friends. Although I enjoyed my time there, I couldn’t help but notice that there’s a big cultural difference between life in Cork and that in Switzerland. In this Article I’d like to talk about that. One of the biggest differences is the behavior of the people. People in Switzerland are generally more reserved and discrete, but in Ireland the people are very open and kind to strangers. I noticed that most at bus stations and in shops. They’re always ready to chat or have a little small talk. I also noticed that the Irish are very down to earth and don’t brag about money or achievements. Another one is that nearly all the shops and stores in the city are open on Sundays. Whereas in Switzerland everything is closed on that weekday, cities are filled with people ready to shop or having fun with their friends in the parks. It might not seem like it, but Switzerland is far superior in some aspects. For example, the traffic system, the food or the overall quality of life is far better than that in Ireland. There were days were our bus barely moved because all the traffic lights were red. I also didn’t enjoy the tab water because of its heavy reek of chloride. But all in all, it was an amazing experience. If I could I’d go again. Although I would go to Dublin or Galway. I’d love to see more of the country’s beautiful landscapes.

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Differences between Winterthur and Cork

Cork and Winterthur have a few things in common. Both city centers are lovely and colorful. There are plenty of restaurants and shopping opportunities to hang out with your friends. Nevertheless, Winterthur is still very different from Cork because Switzerland has a higher standard of living. In Cork, the houses are heated only very sparingly for a few hours, which we in Switzerland could not imagine. Moreover, it is normal for us Swiss people to take a warm, long shower and drink the tap water without thinking. In Ireland, people take short showers with a white heating box in them, and the tap water tastes very strongly of chlorine, so people do not drink it. But the biggest difference is punctuality. In Switzerland, it is essential to always be there on time or even a little earlier. In Cork, it is no big deal when you get there late. The people in Cork are also much friendlier and offer their help faster than the people in Switzerland. In Cork, it is normal to start a conversation with strangers when sitting next to each other on the bus. All in all, it was a very educational and exciting time together with my friends, which we enjoyed to the fullest.

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Cork vs. Zurich: Same continent but various lifestyles

Cork, located on the southern coast of Ireland, and Zurich, settled in the heart of Switzerland, are two vibrant cities that offer distinct lifestyles and cultural experiences. In this article, we will compare life in Cork to life in Zurich and showing of the differences. One of the first noticeable disparities between the two cities is the public transportation. Zurich outshines Cork. It has a highly efficient and reliable public transportation system, with an extensive network of trams, buses, and trains. Zurich’s transportation system is not only well organized but also renowned for its punctuality. In comparison, while Cork has a public transportation system, it may not be as comprehensive or as efficient as Zurich’s, making private vehicles a more popular choice for getting around the city. This is resulting in long traffic jams. In terms of cost of living, Zurich tends to be significantly more expensive than Cork. The standard of living in Switzerland is high. Especially in Zurich, housing, food and everyday expenses are much higher than in Cork. Cork offers a more budget-friendly lifestyle in comparison. When it comes to the residents itself, there are big differences in the atmosphere. While people in Zurich have a fast lifestyle and have to rush from one appointment to the next, the Irish take life in a more chilled way. The Irish are always friendly and are always ready to help. In conclusion, Cork and Zürich offer contrasting lifestyles and cultural experiences. It is up to you to decide which lifestyle you prefer. Cork definitely takes the point in terms of costs. But maybe you like the speedy lifestyle of Zurich. Nevertheless, both cities are totally worth it for a short- and longtime visit.

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A Comparison of Life in Cork, Ireland and Switzerland

Cork, Ireland, and Switzerland can be compared very well, because they are very similar. Cork showcases a vibrant cultural heritage with traditional music, and historic landmarks. In contrast, Switzerland has popular craftsmanship, Alpine traditions, and a thriving arts scene. Switzerland’s strong economy, known for banking, and a very strong medicine, provides high wages and excellent social welfare. Cork has experienced economic growth, particularly in technology and medicine sectors, what is attracting international companies and which are creating job opportunities. Switzerland consistently ranks high in quality of life with efficient infrastructure, excellent healthcare, and a commitment to sustainability. Cork offers a friendly atmosphere, lower cost of living especially real estate, quality education, and good healthcare. Switzerland’s beautiful Alpine scenery offers skiing, hiking, and mountaineering opportunities. The climate in Switzerland offers you a seasonal experience which you won’t find often. Cork is known for stunning natural landscapes, such as the Ring of Kerry. Cork’s temperate climate, rugged coastline, and lush green fields create a serene backdrop for outdoor activities. To sum up, the choice between Cork and Switzerland depends on individual preferences. Weather you choose Switzerland’s economic prowess, efficiency, and the Alpine landscapes. Or, Cork’s rich cultural heritage, emerging economy, and warm hospitality.

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Compare life in Cork to life in Switzerland

For the last three weeks I was in Ireland and during this time I noticed some different between Switzerland and Ireland. One thing that is completely different to Switzerland is the cooking style. Even Ireland is an European country the food taste completely different. The potatoes are common ingredient, and the Irish people like to eat it. Even when they eat pizza, they have a bowl of chips aside. Here in Switzerland, we produce fresh bread and different types of bread. However, the Irish people eat most of the time toast. From Switzerland we are very spoiled as far as public transport is concerned. A lot of students must take the bus in Ireland for visiting school, so the buses are full. In the rush hours the streets are stuffed, and it’s possible that you spend one hour instead of 20 minuets for the same distance. There’re no extra lines or traffic lights for the bus as we have it in Switzerland. The biggest different to Switzerland is the ticket control. Every time you get on a bus you need to enter at the front door and show the ticket to the bus driver. In Switzerland you can board without a ticket and in most cases, you will not be checked. The windows in Ireland are not as tight as in Switzerland. If you sleep next to the window you need to wear an extra jacket, so you don’t freeze. In general, the houses in Ireland are not that large and not built as sturdy as ours.

 

Sie möchten ebenfalls diese unvergesslichen Erfahrungen sammeln? Alle Informationen zum Bilingualen Unterricht auf Englisch finden Sie hier



Cervelat-Cup 2023


Wir gratulieren allen Klassen für ihren Einsatz,
ihr Teamverhalten und die qualitativ
hochstehenden Wettkämpfe.

Es war ein toller Nachmittag!



Herzlich willkommen Isabella: KV-Lernende im 1. Lehrjahr


Isabella Ruzicka ist unsere KV-Lernende im 1. Lehrjahr

Im August 2023 hat Isabella Ruzicka ihre KV-Lehre bei der Wirtschaftsschule KV Winterthur begonnen. Wir haben bei Isabella nachgefragt, warum sie sich für die KV-Lehre entschieden hat, worauf sie sich besonders freut, wie sie ihre erste Arbeitswoche erlebt hat und wie sie ihre Freizeit verbringt. Wir freuen uns auf die bevorstehenden drei Lehrjahre mit Isabella und heissen Sie herzlich willkommen im Team.

Weshalb hast du dich für die KV-Lehre entschieden?
Ich wollte eine Lehrstelle, in der ich jeden Tag meine Freude am Schreiben nutzen kann. Zudem bietet das KV etliche Weiterbildungsmöglichkeiten. Man kann immer wieder auf den Abschluss einer KV-Lehre zurückgreifen.

Auf was freust du dich die nächsten drei Jahre besonders?
Die nächsten drei Jahre werde ich viel lernen und neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln. Ich werde abwechselnd im Kaufmännischen Verband Winterthur, im Sekretariat Grundbildung, in der Abteilung Weiterbildung sowie in der Abteilung Rechnungswesen tätig sein. Auf diese Abwechslung freue ich mich besonders. Ich bin sehr gespannt, was alles noch auf mich zukommen wird.

Wie war für dich die erste Arbeitswoche bei uns?
Auf dem Arbeitsweg am ersten Tag war ich nervös, was ja auch normal ist. Doch sobald ich das Schulhaus betrat und von allen herzlich begrüsst wurde, verflog dieses Gefühl ziemlich schnell. Auch wenn erst eine Woche vorbei ist, kann ich jetzt schon sagen, dass ich froh bin, die Lehrstelle hier bekommen zu haben. Meine Einarbeitung ist spannend und intensiv. Durch die vielen Informationen war ich abends immer müde, aber zufrieden.

Wie verbringst du deine Freizeit?
Seit sechs Jahren spiele ich Klavier und liebe die Musik. Auch gefällt mir das Zeichnen und Malen und ich verbringe viel Zeit damit.



Eine Ära geht zu Ende – eine neue beginnt


Nach elf Jahren als Rektor und insgesamt 36 Jahren an der Wirtschaftsschule KV Winterthur verabschiedet sich Christian Beck Ende Juli 2023 in den wohlverdienten Ruhestand. Gleichzeitig heissen wir Susanne Cavadini herzlich willkommen als neue Rektorin. Im Interview erzählen beide, auf was sie gerne zurückblicken und auf was sie sich in Zukunft freuen.

Porträt von Christian Beck

Christian Beck, Rektor der Wirtschaftsschule KV Winterthur bis Juli 2023

Auf was freust Du Dich in Deinem neuen Lebensabschnitt am meisten?
Christian Beck: Am meisten freue ich mich auf eine selbstbestimmte Agenda. Die Aussicht, meine Zeit frei einteilen und nach meinen eigenen Bedürfnissen gestalten zu dürfen, ist für mich verlockend.

Was wirst Du aus dem Arbeitsleben vermissen?
Ganz klar die Zusammenarbeit mit all den Menschen in meinem beruflichen Umfeld. Ich hatte das Privileg, die duale Berufsbildung auf nationaler, kantonaler und lokaler Ebene mitgestalten zu dürfen. Ich nehme aus den vielen Jahren einen reich gefüllten Rucksack an Wissen, wertvollen Begegnungen und unzähligen tollen Erfahrungen mit. Dafür bin ich unendlich dankbar.

Was ist Dir aus Deiner Zeit als Rektor als besonders schön in Erinnerung geblieben?
Es gibt unzählige verschiedene Projekte, auf die ich gerne zurückblicken werde. In meiner Zeit als Rektor war die Entwicklung des ICT-Konzepts und dessen Umsetzung in Schule und Verwaltung ein besonders schönes Erlebnis. Interessanterweise wird aber auch das Krisenmanagement wegen Corona in guter Erinnerung bleiben. Spätestens in einer Krisensituation merkt man, wie gut man sich auf seine Mitarbeitenden verlassen kann. Das war für mich eine ganz spezielle, schöne Erfahrung.

Was möchtest Du der neuen Rektorin Susanne Cavadini mit auf den Weg geben?
Zu Susannes Aufgaben gehört es, die Wirtschaftsschule KV Winterthur so weiterzuentwickeln, dass sie antwortfähig bleibt auf die Veränderungen im Umfeld. Entwicklung ist aber nur möglich, wenn auch die Mitarbeitenden offen und bereit sind, Veränderung mitzutragen und mitzugestalten und eigene Bedürfnisse auch mal den Interessen der Organisation unterzuordnen.

In Anlehnung an Schulz von Thun braucht es für Entwicklungen zwingend die beiden Komponenten Akzeptanz und Konfrontation. Neben wertschätzender Akzeptanz für das Geleistete gehört die Konfrontation mit Unbequemem also zwingend dazu, was für die Betroffenen das Verlassen der Komfortzone bedeutet. In diesem Sinne wünsche ich Susanne für ihre Führungsaufgabe eine stimmige Mischung aus wertschätzender Akzeptanz und Konfrontation, die es erlaubt, die Wirtschaftsschule KV Winterthur stets weiterzuentwickeln und so antwortfähig zu bleiben für die Herausforderungen der Zukunft.

 

«Mein Motto: alleine bin ich vielleicht schneller, aber gemeinsam kommen wir weiter. In dem Sinne freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit allen Stakeholdern der Wirtschaftsschule KV Winterthur.»
Susanne Cavadini, Rektorin der Wirtschaftsschule KV Winterthur ab August 2023

Auf was freust Du Dich am meisten als neue Rektorin der Wirtschaftsschule KV Winterthur?
Susanne Cavadini: Ich freue mich darauf, mit dem Team der Wirtschaftsschule KV Winterthur praxisnahe und fördernde Bildungsgänge anzubieten, um so den jungen Erwachsenen eine gute Grundlage für ihre weitere Entwicklung zu bieten – ob beruflich oder in Richtung Studium.

Dabei ist der Dialog mit den Betrieben aus der Region von zentraler Bedeutung. Zum einen, damit wir die Stärken der dualen Grundbildung optimal nutzen können. Zum anderen, damit unsere Weiterbildungen die Bedürfnisse der Betriebe sowie der Einzelnen möglichst gut abdecken. Ich erachte es als Stärke, dass wir durch unseren Träger, den Kaufmännischen Verband Winterthur, besonders nahe an den Mitgliedern und an den Betrieben sind.

Welche Herausforderungen siehst Du und wie gehst Du diese an?
Neben meiner persönlichen Herausforderung, möglichst schnell Fuss zu fassen und in den Themen der Rektorin und der Schule Winterthur dossierfest zu werden, sehe ich die grösste Herausforderung im kommenden Jahr in der Umsetzung der neuen Reform der kaufmännischen Grundbildung. Aus meiner Sicht ist es zentral, dass wir die Umsetzung im Team angehen und ein gemeinsames Verständnis entwickeln, wie wir die pädagogischen Herausforderungen meistern – mit dem Ziel, den Lernenden einen sinnvoll binnendifferenzierten Weg zum eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) anzubieten, bei dem die Motivation zum lebenslangen Lernen erhalten bleibt.

Was waren die wichtigsten Stationen in Deinem Leben, die Dich auf die neue Stelle als Rektorin an der Wirtschaftsschule KV Winterthur vorbereitet haben?
In den letzten sechs Jahren durfte ich als Prorektorin an der Wirtschaftsschule KV Zürich ein breites Portfolio bearbeiten. Neben der Betreuung von Klassen aus dem E-Profil gemäss BIVO2012 war ich für die Organisation des Qualifikationsverfahrens und der Abschlussfeier zuständig. In meinem letzten Jahr kam die Verantwortung für die Lehrpersonen dazu, bei knapp 200 Personen eine vielseitige und wertvolle Erfahrung.

Davor war ich lange Zeit im Bildungszentrum für Wirtschaft in Weinfelden tätig und hatte dort die Chance, auch in der Weiterbildungsabteilung zu unterrichten und einen Lehrgang zu leiten. Neben der Erfahrung in Grund- und Weiterbildung runden einige Jahre bei verschiedenen Banken und bei einer staatlichen Regulierungsbehörde meinen beruflichen Werdegang ab.

Was unternimmst Du gerne in Deiner Freizeit als Ausgleich zum Job?
Meine Familie ist mein wichtigster Ausgleich zur Arbeit. Es ist mir wichtig, dass wir miteinander Zeit verbringen, gemeinsam essen und am Leben der anderen teilhaben können. Gemeinsam und alleine sind wir draussen aktiv. Spaziergänge oder Joggingrunden mit dem Familienhund nutze ich oft, um den Tag noch einmal Revue passieren zu lassen. Daneben lese ich gerne und freue mich schon auf spannende Lesetipps aus den Buchhandelsklassen.