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Achtung: Ausbildung nach Bildungsverordnung 2012
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1. Wer ist für welches kaufmännische Ausbildungsprofil geeignet? 2. Lehrabschluss für Erwachsene nach Art. 32 3. Ausbildung im Lehrbetrieb 4. Ausbildung an der Berufsfachschule 5. Kenntnisse im Tastaturschreiben 6. Profilwechsel 7. Lehrabschluss 8. Weitere Informationen und Kontakte 9. Haben Sie noch Fragen?

1. Wer ist für welches kaufmännische Ausbildungsprofil geeignet?
Keine Ausbildung wird von jungen Leuten so oft gewählt wie die drei Jahre dauernde kaufmännische Lehre. Kaufleute sind nach der Lehre in allen Zweigen von Wirtschaft und Verwaltung tätig und oft auch in sozialen Berufen zu finden. Nach der Grundausbildung stehen ihnen unzählige Weiterbildungsmöglichkeiten offen.
Das breite Spektrum der späteren beruflichen Möglichkeiten bringt es mit sich, dass sich junge Menschen mit ganz verschiedenen Anlagen und Fähigkeiten für eine kaufmännische Lehre entschliessen. Je nach Interesse und schulischen Voraussetzungen können sie zwischen den drei Ausbildungsprofilen B, E oder M wählen:
Kauffrau/ Kaufmann EFZ* Basis-Grundbildung B | Sie möchten gerne selbstständig administrative Tätigkeiten und Sachbearbeitungsaufgaben in einem Büro erledigen und haben Freude am Kontakt und Umgang mit Kunden. Sie wollen breite Kenntnisse im Bereich „Information, Kommunikation und Administration“ erwerben und Sie bringen aus der Sek Abt. B bzw. Niveau G gute Noten in Mathe, Deutsch und Englisch mit – dann ist das Profil B das richtige für Sie. | Kauffrau/ Kaufmann EFZ* Erweiterte Grundbildung E | Sie wollen gerne in einem Büro selbstständig administrative Tätigkeiten erledigen, haben Freude am Kontakt mir Kunden und arbeiten gerne am Computer. Ausserdem sind Sie interessiert an wirtschaftlichen Zusammenhängen und sprechen gerne Französisch und Englisch. Sie haben in der Sekundarschule die Abteilung A bzw. das Niveau E mit guten Noten besucht und sind bereit, den Sprung in die Wirtschaftswelt zu wagen – dann ist das Profil E das richtige für Sie. | Kauffrau/ Kaufmann EFZ* Erweiterte Grundbildung mit Berufsmaturität M | Sie haben sehr gute Noten in der Sek A bzw. Niveau E und schwanken noch zwischen Mittelschule und kaufmännischer Lehre. Für Sie führt das Profil M die beiden Ausbildungswege zusammen. Hier können Sie Ihre hohe Leistungsbereitschaft und Ihre Selbstständigkeit im Lernen unter Beweis stellen. Bereits nach drei Jahren steht Ihnen mit der Berufsmaturität der Weg zu den Fachhochschulen offen. Die kaufmännische Berufsmaturität kann mit der BM2 auch nach dem Erwerb des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses Profil E oder Profil B nachgeholt werden. |
* EFZ=Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis
Hinweis: Die drei Profile unterschieden sich nur in der schulischen Ausbildung. In der betrieblichen Ausbildung verfolgen alle 3 Profile die gleichen Bildungsziele (gleiches Berufsfeld, gleicher Bildungsplan). Die Profile B und E umfassen beide gleich viele Unterrichtslektionen (1800) und in beiden Profilen findet der Schulunterricht im 1. und 2. Lehrjahr an 2 Tagen pro Woche, im 3. Lehrjahr an einem Tag pro Woche statt. Das Profil M umfasst 2280 Unterrichtslektionen und der Schulunterricht findet in allen 3 Lehrjahren während 2 Tagen pro Woche statt.

2. Lehrabschluss für Erwachsene nach Art. 32
Für Erwachsene, welche bereits über kaufmännische Berufserfahrung verfügen, besteht die Möglichkeit, den Lehrabschluss nachzuholen. Weitere Informationen finden Sie hier.

3. Ausbildung im Lehrbetrieb
Voraussetzung für eine kaufmännische Lehre ist ein Lehrvertrag mit einem Lehrbetrieb. Die betriebliche Ausbildung erfolgt mehrheitlich an drei Wochentagen im Lehrbetrieb auf der Grundlage des Bildungsplans, der von den anerkannten kaufmännischen Ausbildungs- und Prüfungsbranchen erarbeitet worden ist. der entsprechenden Ausbildungsbranche. Die betriebliche Ausbildung setzt sich aus den folgenden Elementen zusammen:

üK
| Die überbetrieblichen Kurse dienen der Vermittlung von Branchenkenntnissen und unterstützen die betriebliche Ausbildung. | ALS | Die Arbeits- und Lernsituationen dienen der Qualifikation der Lernenden. | PE/üK- Kompetenzen- nachweis | Mit Prozesseinheiten oder mit dem Kompetenznachweis beschreiben und bearbeiten die Lernenden betriebliche Abläufe in selbstständiger Arbeit. Beim üK-Kompetenzennachweis werden Leistungsziele und ausgewählte Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen geprüft. |

4. Ausbildung an der Berufsfachschule
Ergänzend zur Ausbildung im Lehrbetrieb erfolgt an mehrheitlich 2 Wochentagen die schulische Grundbildung an der Berufsfachschule. Sie setzt sich aus den folgenden Elementen zusammen:

IKA | Unterricht in Information, Kommunikation und Administration | W&G | Unterricht in Wirtschaft und Gesellschaft | Sprachen
| Unterricht in Deutsch sowie je nach Profil in einer oder zwei Fremdsprachen | V&V
| „Vertiefen und Vernetzen“ ist ein Lern-, Arbeits- und Beurteilungsgefäss, das die ganzheitliche, problem- und handlungsorientierte Arbeitsweise der Lernenden sowie die Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen fördert. | SA (= IDPA im M-Profil) | Die selbstständige Arbeit (Profil B und E) bzw. die interdisziplinäre Projektarbeit (Profil M) ist eine von den Lernenden selbst erstellte, schriftliche Arbeit zu einem wählbaren Thema. |
Im Profil M findet zusätzlich Unterricht in Mathematik, Geschichte und Staatslehre, Psychologie und Biologie statt.

5. Kenntnisse im Tastaturschreiben
Für den Einstieg in die Berufslehre sind gute Kenntnisse im Tastaturschreiben Voraussetzung. Die Wirtschaftsschule KV Winterthur führt deshalb Kurse im Tastaturschreiben durch. Weitere Informationen zum Tastaturschreiben finden Sie im Bereich Downloads.

6. Profilwechsel
Die Bildungsverordnung BBT über die Berufliche Grundbildung „Kauffrau/Kaufmann“ vom 26. September 2011 sieht im Art. 17 die Möglichkeit vor, dass Lernende mit überdurchschnittlichen oder ungenügenden Leistungen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt und unter bestimmten Voraussetzungen das Profil wechseln können.
Ein Wechsel vom Profil B ins Profil E ist nach dem 1. Semester bei überdurchschnittlichen Leistungen (Zeugnisnoten) möglich (siehe Merkblatt Promotionswechsel); Ein Wechsel vom Profil E ins Profil B ist nach dem 1. - 3. Semester möglich bzw. zwingend, wenn Lernende des E-Profils die Promotionsbedingungen zwei Mal nicht erfüllen (siehe Merkblatt Promotionswechsel); Ein Wechsel vom Profil E ins Profil M ist nach dem 1. Semester bei überdurchschnittlichen Leistungen (Zeugnisnoten) und nach Bestehen einer Aufnahmeprüfung möglich; Ein Wechsel vom Profil M ins Profil E ist jederzeit am Ende eines Semesters möglich bzw. zwingend, wenn Lernende des Profils M die Promotionsbedingungen zum 2. Mal nicht erfüllen (siehe Merkblatt Promotionswechsel);
Profilwechsel nach dem 3. Semester sind grundsätzlich nicht mehr möglich mit den folgenden Ausnahmen: - Ein Wechsel vom Profil M ins Profil E ist jederzeit am Ende eines Semesters möglich.
- Nach dem erfolglosen Abschluss des Profils E kann das 3. Lehrjahr sowohl im Profil E als auch im Profil B wiederholt und der Lehrabschluss im Profil E bzw. B abgelegt werden.
Weitere Informationen zum Profilwechsel finden Sie im Merkblatt Profilwechsel auf unserer Webseite im Bereich Downloads.

7. Lehrabschluss
Sowohl für die betriebliche als auch für die schulische Grundbildung muss eine Lehrabschlussprüfung bestanden werden. Den eidgenössischen Fähigkeitsausweis erhält, wer beide Prüfungsteile unabhängig voneinander bestanden hat.

8. Weitere Informationen und Kontakte Wichtige Unterlagen zur Reform ab Schuljahr 2012/13 | Unterlagen | Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich | www.mba.zh.ch | Branchendach – Interessensgemeinschaft kaufmännische Grundbildung | www.igkg.ch | Web-Seite für und von Lernenden | www.kvreform.ch | Verlag für Schule und Beruf: Lernset für Lernende und Berufsbildner/innen | www.kauffrau-kaufmann.ch | Berufsinformationen | www.berufsberatung.zh.ch | Lehrstellennachweis des Kantons Zürich | www.lena.zh.ch |
9. Haben Sie noch Fragen?
Dann zögern Sie nicht, mit unserem Sekretariat Kontakt aufzunehmen. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.
Sie können den ganzen Überblick hier herunterladen und ausdrucken. 
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